Unfall auf der A7: 37-Jähriger eher leicht verletzt; Zivilstreife stoppt drei Motorräder in Rettungsgasse

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Bild: Privat

Kassel – Ein Alleinunfall heute Morgen gegen 10 Uhr auf der A 7 in Fahrtrichtung Norden, in Höhe der Landesgrenze zu Niedersachsen, ist offenbar relativ glimpflich ausgegangen. Ein aus dem Landkreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen stammende 37-jährige Fahrer des Nissans mit polnischer Zulassung, der dort gegen die Mittelschutzplanke gekracht war und anschließend ins Krankenhaus gebracht worden war, hat sich nach derzeitigen Erkenntnissen eher leichtere Verletzungen zugezogen. Wie die eingesetzten Beamten der Polizeiautobahnstation Baunatal zudem berichten, war der 37-Jährige aus unbekannter Ursache zunächst nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und dort gegen die rechte Leitplanke gekracht. Anschließend schleuderte der Wagen über die drei Fahrstreifen der Autobahn, krachte gegen die Mittelschutzplanke und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. An dem Nissan war ein Schaden von rund 3.000 Euro entstanden. Wegen der Landung des Rettungshubschraubers war die Autobahn in Richtung Norden bis etwa 10:40 Uhr voll gesperrt. Bis zur Bergung des beschädigten Nissan Qashqai musste der linke der drei Fahrstreifen noch bis etwa 11:20 Uhr gesperrt bleiben.

Zivilstreife stoppt drei Motorräder in Rettungsgasse
In dem Stau, der sich nach der Landung des Rettungshubschrauber und der damit einhergehenden Vollsperrung gebildete hatte, stand auch eine Zivilstreife der Verkehrsinspektion der Kasseler Polizei. Die Beamten waren mit einem „Provida“-Fahrzeug auf der Autobahn unterwegs, eigentlich um Raser aus dem Verkehr zu ziehen. Wie die Streife von dem Stau berichtet, bildeten umgehend alle anhaltenden Verkehrsteilnehmer vorbildlich und reibungslos eine Rettungsgasse. Anders verhielt sich eine Gruppe von drei jungen Motorradfahrern. Sie nutzten diese Gasse und fuhren an allen Anderen vorbei nach vorne. Die Beamten in Zivil schalteten daraufhin ihr Blaulicht ein und stoppten die drei Krafträder noch beim Befahren der Rettungsgasse. Die drei jungen Fahrer, ein Mann und zwei Frauen im Alter zwischen 21 und 26 Jahren aus Gießen und Fulda, waren voll bepackt auf dem Weg in den Urlaub. Sie äußerten, auf der Strecke bis nach vorne zur Unfallstelle auf an eine Autobahnausfahrt gehofft zu haben und so einen längeren Stau umgehen zu können. Glücklicherweise war diesem Beispiel niemand gefolgt, sodass die Rettungsgasse in der Folge für Rettungs- und Bergungsfahrzeuge frei blieb. Gegen die drei Motorradfahrer leiteten die Beamten Anzeigen ein. Ihnen droht nun ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro.

Inhalte aus einer Pressemeldung der Pol. Kassel entnommen

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