Enkeltrickbetrüger in Gießen festgenommen

Symbolfoto; © Pixabay.de



Hüttenberg / Gießen: Am Samstag (16.02.2019) gingen zwei Komplizen eines Enkeltrickbetrügers der Polizei ins Netz. Ohne die engagierte Mithilfe des mutmaßlichen Opfers, einer Enkelin sowie eines Taxifahrers hätten die Handschellen in Gießen nie geklickt.
Am Freitag klingelte bei dem Opfer das Telefon. Ein Mann gab sich als Bekannter des Hüttenbergers aus, erklärte in einer finanziellen Notlage zu sein und bat um 18.000 Euro Unterstützung. Der Rentner erklärte sich bereit dem Bekannten mit 10.000 Euro zu helfen. Er hob das Geld ab, zur Übergabe der 10.000 Euro sollte es am darauffolgenden Samstag kommen. Bis dahin hatte der Rentner durch einen Anruf bei seinem Bekannten herausgefunden, dass er offensichtlich Betrügern auf den Leim gegangen war. Er informierte die Polizei und holte sich Unterstützung von einer Enkelin, um den Betrügern das Handwerk zu legen. In Absprache mit der Polizei gingen sie zum Schein auf eine Übergabe des Betrages ein. Inzwischen hatten die Betrüger mehrfach telefonisch Kontakt mit ihrem Opfer aufgenommen, um sicher zu gehen, dass das Geld abgehoben wurde und um die Details der Übergaben abzustimmen.

Hierbei rief auch einmal eine Komplizin an und gab sich als Polizisten aus Wetzlar aus. Sie sollte herausfinden, ob das Opfer bereits die Polizei eingeschaltet hatte. Das Opfer und seine Angehörigen fielen auf diese Finte nicht herein und schafften es, den Betrüger in dem Glauben zu lassen, die Polizei sei nicht informiert worden.

Nach zahlreichen Anrufen sandte der vermeintliche Bekannte einen Taxifahrer nach Hüttenberg, der die 10.000 Euro in einem Umschlag in Empfang nehmen und in Gießen übergeben sollte. Über die Zentrale nahmen die Ermittler Kontakt mit dem Taxifahrer auf. Von ihm erfuhren sie den Übergabeort. Um die Festnahme dort vorbereiten zu können, baten ihn die Ermittler möglichst langsam zum Treffpunkt zu fahren. Inzwischen machten sich zivile und uniformierte Polizisten auf den Weg zum Treffpunkt. Als der Taxifahrer dort eintraf, übernahmen eine Frau und ein Mann das Geld. Kurz darauf klickten die Handschellen.

Die 27-jährige Frau und der 33-jährige Mann sind polnische Staatsbürger. Er hat einen festen Wohnsitz im Rhein-Main-Gebiet, sie lebt ebenfalls dort. Die Frau ist in den polizeilichen Auskunftssystemen nicht registriert, gegen ihren Komplizen ermittelte die Polizei wegen Sozialleistungsbetruges. Sie wurden erkennungsdienstlich behandelt und vernommen, zudem stellten die Ermittler ihre Handys und das von ihnen benutzte Auto sicher. Ein Bereitschaftsstaatsanwalt ordnete wegen fehlender Haftgründe die Entlassung des Duos an.



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