Verfolgungsfahrt über den Gießener Ring | 27-jähriger wurde festgenommen

Symbolfoto; © chalabala/Fotolia.com



Gießen (ots) – Gießen: Ein 27-jähriger Mann aus Baden-Württemberg steht im dringenden Tatverdacht, in der Nacht von Samstag auf Sonntag (13./14. April), unter Vorhalt einer Schusswaffe versucht zu haben, zwei Autos in seinen Besitz zu bringen. Es gelang ihm einen Hyundai zu erbeuten. Die Polizei nahm den polizeibekannten Mann im Zuge der Fahndung nach einer riskanten Verfolgungsfahrt schließlich auf dem Gießener Ring fest.

Unter einem Vorwand sprach der Tatverdächtige am Samstagabend gegen 23.15 Uhr in der Roonstraße einen Autofahrer und seine Mitfahrerin an. Den 20-jährigen Fahrer und seine Begleiterin soll er dabei mit einer Schusswaffe bedroht und aufgefordert haben, das Auto zu verlassen. Der Autofahrer zog den Schlüssel ab und flüchtete damit, woraufhin der Verdächtige von seinem Vorhaben absah und sich entfernte.

Keine zwei Stunden später schlug der 27-Jährige im Altenfeldsweg offenbar noch einmal zu. Diesmal zog er die Schusswaffe, als zwei Frauen gerade in ein Auto eingestiegen waren. Gegen 01:00 Uhr forderte er mit der Waffe in der Hand eine 54-jährige Gießenerin und ihre 38-jährige Mitfahrerin auf, aus dem Auto auszusteigen. Den Pkw-Schlüssel ließ er sich diesmal aushändigen. Mit dem weißen Hyundai i40 flüchtete er zunächst in unbekannte Richtung. Die beiden Frauen erlitten einen Schock.

Im Rahmen der Fahndung stellte eine Streife den stadtauswärts fahrenden Hyundai gegen 02:20 Uhr im Schiffenberger Weg fest und folgte dem geraubten Pkw. Der 27-Jährige am Steuer versuchte mit riskanter Fahrweise und hoher Geschwindigkeit die Ordnungshüter abzuschütteln. Auf der feuchten Straße verlor er an der Auffahrt vom Schiffenberger Weg zur A485 nach Marburg die Kontrolle über den weißen Kombi, schleuderte über eine Verkehrsinsel, setzte die Fahrt mit beschädigten Reifen fort.

Zwei Streifen stoppten den Wagen nach einer Verfolgungsfahrt schließlich auf dem Gießener Ring und nahmen dem Flüchtigen widerstandslos fest. Der Mann und die Polizisten blieben dabei unverletzt. Bei der Festnahme wurde ein Streifenwagen beschädigt. Die verwendete Schreckschusswaffe fanden die Ordnungshüter im Hyundai.

Der aus dem Landkreis Biberach (Baden-Württemberg)stammende Verdächtige war nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis und augenscheinlich von Drogen berauscht. Er musste eine Blutentnahme über sich ergehen lassen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen wurde der einschlägig vorbelastete Mann am Montag (15. April) dem zuständigen Haftrichter am Amtsgericht Gießen vorgeführt. Dort erging Haftbefehl wegen des Verdachtes des schweren Raubes. Der Baden-Württemberger kam in eine Justizvollzugsanstalt.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizei Mittelhessen.



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