Beziehungsstreit eskaliert – Zwölf Streifenwagen im Einsatz

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Symbolbild; Quelle: Bundespolizei

Stadtallendorf: Beziehungsstreitigkeiten eskalierten am Sonntagmittag, 31. Dezember vor einem Wohnhaus in der Kernstadt. Bei dem Vorfall erlitten zwei der drei beteiligten Personen Verletzungen. Die Polizei nahm einen 49-jährigen Tatverdächtigen, der mit einer Waffe mehrere Schüsse in die Luft abgab, vorläufig fest.

Bei dem Geschehen, das sich über etwas mehr als zwei Stunden hinzog, kamen insgesamt zwölf Streifenwagen aus dem Landkreis, aus Gießen sowie aus Alsfeld zum Einsatz.

Wie berichtet wurde, befand sich die gleichaltrige Ehefrau nach einem Streit am Vortrag in der Wohnung eines 53 Jahre alten Mannes. Der mutmaßliche Täter erschien dort gegen 12 Uhr und zertrümmerte zunächst mit einem Kantholz die Frontscheiben von zwei vor dem Haus abgestellten Fahrzeugen. Der Wohnungsinhaber, der sich in den Weg stellte, erlitt bei dem folgenden Angriff Verletzungen im Gesicht. Der mutmaßliche Täter verließ danach das Grundstück und kehrte wenig später mit einem Fahrzeug wieder. Er durchbrach mit dem Wagen einen Zaun, stieg aus und gab mit einer scharfen Waffe mehrere Schüsse in die Luft ab. Danach verschwand er in einem Nebengebäude des Anwesens. Andere Hausbewohner konnten zwischenzeitlich evakuiert werden.

Als der Tatverdächtige erneut heraustrat, erfolgte durch die Polizei unter Zuhilfenahme eines Diensthundes der Zugriff. Der 49-Jährige erlitt durch Hundebisse leichte Verletzungen. Den mitgeführten Revolver stellten die Beamten sicher. Die Polizei veranlasste eine Blutentnahme und stellte den Führerschein sicher. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete ein Richter eine Wohnungsdurchsuchung bei dem Beschuldigten an. Dabei stellten die Beamten weitere Munition sicher.

Die Ermittlungen, auch zur Herkunft des Revolvers, dauern an. Der mutmaßliche Täter wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in eine Psychiatrie eingewiesen. Der verletzte Wohnungsinhaber musste ambulant in der Klinik behandelt werden. Weitere Auskünfte in dem Verfahren erteilt morgen die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Marburg, Tel. 06421- 290221.

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