Achtung: Erneut Falsche Polizeibeamte auf Beutezug! Die Polizei warnt!

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Symbolfoto; © Blaulicht-Giessen

Die Polizei warnt aktuell vor mutmaßlichen Betrügern, die offenbar telefonisch sensible Daten erfragen wollen, um später bei dem Angerufenen aktiv zu werden. Die Bevölkerung wird eindringlich darum gebeten, bei entsprechenden Vorfällen sofort die Polizei über Notruf 110 zu kontaktieren.

Am Dienstagabend gegen 19 Uhr meldete sich ein Gauner telefonisch bei einer 80-jährigen Friedbergerin und fragte diese nach ihren Bankdaten und wann sie zuletzt bei ihrer Bank gewesen sei. Die Angerufene beendete von sich aus das Gespräch. Etwa um die gleiche Zeit rief eine jüngere weibliche Person bei einer weiteren Friedberger Seniorin an und gab sich als Polizeibeamtin aus. Ihren Namen nannte sie nicht. Die angebliche Polizistin äußerte, dass in der Nachbarschaft soeben mehrmals eingebrochen wurde. Außerdem fragte sie, wann die Friedbergerin zuletzt auf der Bank war. Als die ältere Dame mitteilte, dass sie Sozialhilfeempfängerin sei, wurde das Gespräch recht schnell beendet. Zwei Stunden später wurde eine 78-jährige aus Friedberg telefonisch darauf hingewiesen, dass Einbrecher flüchtig seien und sie daher ihre Wertsachen Polizeibeamten zur Eigentumssicherung überlassen solle, um es so vor Diebstahl zu schützen. Die Seniorin ahnte erkannte die Masche und beendete das Gespräch, ohne Angaben zu machen. Bei einer Frau aus Dorheim rief eine jüngere weitere angebliche Polizeibeamtin an. Auch die Dorheimerin wurde aufgefordert Türen und Fenster geschlossen zu halten, da Einbrecher in der Gegend seien. Das Gespräch wurde seitens der vermeintlichen Polizistin unversehens abgebrochen. In Bad Vilbel meldeten sich die Täter gegen 21.30 und fragten eine 83-jährige nach ihrem Schmuck und Bargeld. Die Frau wurde aufgefordert am nächsten Vormittag ihr Geld von der Bank zu holen, da man angeblich bei Einbrechern einen Notizzettel mit ihrem Namen gefunden habe. Auch in Hüttenberg im Lahn-Dill-Kreis erhielt eine Seniorin am Dienstag in den Abendstunden einen solchen Anruf und wurde nach Wertgegenständen im Haus befragt. Glücklicherweise fiel keiner der Angerufenen auf die Masche herein.

Ziel der Täter ist es, dass sie die Betroffenen – meist handelt es sich um ältere Menschen- so verunsichern, dass diese bereit sind, Geld und Wertsachen an den oder die angeblichen „Kollegen“ des Anrufers zu übergeben. Um die Echtheit des Anrufes zu untermauern, erscheint im Display der Angerufenen zum Teil die Notrufnummer „110“ mit entsprechender Ortsvorwahl. Doch auch bei der Notrufnummer, die die Täter nutzen, handelt es sich um eine nicht existente Rufnummer. Hinweise der Polizei: Auch wenn Sie im Display die Notrufnummer 110 sehen, handelt es sich um keinen Anruf der Polizei. Sie können sicher sein, dass Sie die Polizei niemals über den Notruf anrufen würde. Auch würde Ihre Polizei Sie am Telefon nie über Ihre Vermögensverhältnisse ausfragen und Sie dazu bewegen, Geld oder Wertsache auszuhändigen.

Die Beamten bitten Sie deshalb, nie Auskünfte am Telefon über die persönlichen Verhältnisse zu geben und niemals Geld oder Wertsachen an fremde Personen auszuhändigen, egal wie vertrauensvoll der Anrufer klingt! Geben Sie daher niemals sensible Daten preis und lassen sich auch nicht durch Fangfragen aufs Glatteis führen, z.B.: „Gibt es denn bei Ihnen überhaupt etwas zu holen?“ Mit der Antwort “ Nein, mein Schmuck und Bargeld“ habe ich sicher im Tresor verstaut“ hat der Täter bereits sein Ziel erreicht! Fragen Sie nach dem Namen, der Dienststelle des angeblichen Polizeibeamten. Sollte eine Rückrufnummer genannt werden, rufen Sie dort nicht zurück. Ermitteln Sie über die Auskunft/das Telefonbuch die Rufnummer der örtlichen Polizeidienststelle und erkundigen sich dort, ob von dort tatsächlich Anrufe getätigt wurden. Alarmieren Sie die Polizei bei dem geringsten Zweifel über die echte Notrufnummer 110, bei der keine Vorwahl einzugeben ist! Merken Sie sich Besonderheiten im Hinblick auf die Sprache (Akzent etc.) des Anrufers.

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