Kleintransporter im Visier der Autobahnpolizei auf der A5

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Friedberg (ots) – Autobahn 5: Die „alten Hasen“ der Autobahnpolizei übten in dieser Woche gemeinsam mit jungen Kolleginnen und Kollegen die Kontrolle von Kleintransportern. Von der Autobahn 5 bei Butzbach zogen sie am Dienstag Transporter mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen und überprüften die Fahrer, ihre Fahrzeuge und die Ladung.

Eine umfassende Kontrolle ist keine Sache von fünf Minuten, denn wenn das Fahrzeug die Kontrollstelle verlässt, müssen die Polizisten sich sicher sein, dass es den verkehrsrechtlichen Vorschriften entspricht. Da die Kontrolleure die aktuell im Praktikum befindlichen Polizeianwärter an ihrer Seite hatten, nahmen sie sich natürlich besonders viel Zeit. Gemeinsam wurde überprüft, dokumentiert und mit den Fahrern fachgesimpelt. Viel aus ihrem Erfahrungsschatz konnten die erfahrenen Beamten dabei an den Kollegennachwuchs weitergeben.

Am Ende waren es acht Kleintransporter, die auf dem Gelände des Polizeizentrums in Butzbach überprüft wurden. Auch drei LKW-Gespanne kamen noch dazu, denn schließlich verschlossen die Beamten nicht die Augen vor anderen Verkehrssündern. Dabei bewiesen auch schon die jungen Kollegen ein gutes Auge, erkannten zum Beispiel bereits bevor der Sprinter gewogen wurde eine Überladung bei einem Transporter. Der Fahrer musste später einen Teil seiner Ladung auf ein anderes Fahrzeug umladen, bevor die Fahrt für ihn weitergehen konnte.

Leichter zu erkennen war die deutliche Überschreitung der Anhängelast, die bei einem anderen Gespann festgestellt werden konnte. Am Kleintransporter hing ein Anhänger auf dem ein weiterer Transporter stand. 2000 Kilogramm Anhängelast hätte der Kleintransporter haben dürfen, 3250 kg waren es jedoch. Eine Überschreitung von 62 Prozent also. Weiterfahren durfte der Fahrer so nicht. Er musste ein anderes Zugfahrzeug organisieren, mit dem der Anhänger abtransportiert werden durfte. Zudem erwartet den Fahrer ein Bußgeld von 425 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg.

Gewichte waren ein häufig festgestelltes Problem. Vier Anzeigen wurden aufgrund dessen gefertigt. Hinzu kamen acht Verstöße gegen Sozialvorschriften, also Fälle in denen von den Fahrern die Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten wurden oder gar kein Kontrollgerät eingebaut oder in Betrieb war. In einem Fall stellten die Kontrolleure zudem eine mangelnde Ladungssicherung fest. In zwei anderen wurden Fahrzeugmängel dokumentiert.

Für die Ausbildung der neuen Kollegen war also einiges dabei. Die Anzahl der Verstöße damit aber leider recht hoch. Solche Kontrollen mit Schwerpunkt auf den Kleintransportern wird es daher ganz sicher wieder geben. Von den jungen und den erfahren Kollegen, oder eben gemeinsam.

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