Hessen kurios: Geld in Karaokemaschine versteckt – Vom Zoll erwischt – Blaulicht Gießen

Hessen kurios: Geld in Karaokemaschine versteckt – Vom Zoll erwischt

Symbolbild - Quelle: fraport.de

Frankfurt am Main (ots) – Am 07. Januar kontrollierten Zollbedienstete des Hauptzollamtes Frankfurt am Main das Gepäck eines Reisenden im Transit von Italien nach Nigeria. Der 45- Jährige Passagier hatte insgesamt drei Gepäckstücke aufgegeben, darunter einen großen Karton mit einer Karaokemaschine.

Nach mitgeführten Barmitteln befragt, machte der Mann mehrmals falsche Angaben über die Höhe des Bargeldbetrages. In der Karaokemaschine sowie dem Gestänge seines Reisekoffers befanden sich insgesamt 101.280 Euro in Banknoten, die der Mann mutmaßlich dort versteckt und verbotswidrig nicht beim Zoll zur Ausfuhr angemeldet hatte. Gegen den Reisenden wurde ein Bußgeldverfahren wegen Nichtanmeldung der Barmittel eingeleitet. Darüber hinaus wird noch abgeklärt, ob ein Geldwäscheermittlungsverfahren nach der Strafprozeßordnung einzuleiten ist.

Zusatzinformation: Europaweit sind Drittlandsreisende verpflichtet, Barmittel ab 10.000 Euro bei der Ein- oder Ausreise in die bzw. aus der Europäischen Union anzumelden. In 5.666 Fällen meldeten Reisende im Jahr 2016 ihre Barmittel mit rund 214 Millionen Euro legal beim Hauptzollamt Frankfurt am Main an. 2.098 mal wurden am Flughafen Verstöße gegen die Anmeldepflicht festgestellt, mit rund 51 Millionen Euro. In 125 Fällen wurde ein Clearingverfahren eingeleitet, davon führten 13 Fälle zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der Geldwäsche, in weiteren 18 Fällen wurden die Gelder aus anderen Gründen sichergestellt oder gepfändet.

Das Hauptzollamt Frankfurt am Main ist zertifizierter Arbeitgeber nach dem audit „berufundfamilie“. Wir bieten Ausbildungsplätze an. Näheres unter www.zoll.de – Beruf und Karriere.

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