Autotransport: Ladungssicherung mit Wolldecken

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Symbolfoto; © lassedesignen/Fotolia.com

Eine Streife der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld stellte in der vergangenen Woche auf der Autobahn A 4 Höhe Friedwald bei einem polnischen Sattelzug erhebliche Verstöße gegen die Vorschriften zur Ladungssicherung fest. In dem Sattelanhänger, einem einachsigen Möbeltransporter, der in Richtung Dresden unterwegs war, wurden drei PKW transportiert. Diese waren mangels vorhandener Befestigungspunkte für Spanngurte, ohne Ladungssicherung verladen worden.

Fahrer hat Spanngurte vergessen!

Da man wohl erkannt hatte, dass sich die PKW während der Fahrt infolge der fehlenden Ladungssicherung auf der Ladefläche bewegen könnten, hatte man zum Schutz der lackierten Stoßstangen Wolldecken dazwischen geklemmt. Nach telefonischer Auskunft des polnischen Spediteurs wäre der Transport wohl unproblematisch, lediglich hätte der Fahrer vergessen, Spanngurte mitzunehmen.

Fahrer war überrascht

Überrascht war er dann über die Aussage der Beamten, dass sein Fahrzeug nicht über geeignete Befestigungspunkte für die Spanngurte verfügt. Auch die Möglichkeit, Räder gegen das Wegrollen zu keilen, waren dem Halter fremd. Da dieses Fahrzeug für den Transport von PKW völlig ungeeignet war, wurde die Weiterfahrt untersagt. Der Spediteur musste einen geeigneten Autotransport organisieren und die PKW vor Ort umladen. Des Weiteren wurde gegen ihn ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, bei dem der erzielte Gewinn dieses Transportes abgeschöpft wird. „Wir werden den Kontrolldruck im Bereich des Schwerverkehrs aufrechterhalten.

Die unscheinbare Gefahr auf der Autobahn

Nur ein kleiner Fahrfehler, und der äußerlich unscheinbar wirkende Sattelzug wäre zur Gefahr für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer geworden.“, so Jürgen Gleitsmann von der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld.

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