Kriminalstatistik 2017 für Mittelhessen vorgestellt | Blaulicht Gießen

Kriminalstatistik 2017 für Mittelhessen vorgestellt

Kriminalstatistik 2017

Gießen (ots) – Aufklärungsquote erreicht mit 63,1 % neuen Höchststand – So wenige Straftaten wie noch nie seit Bestehen des Polizeipräsidiums – Starker Rückgang der Diebstahlsdelikte bei sehr guter Aufklärungsquote

Mittelhessen: Am Freitag, 23.Februar 2018, stellte Polizeipräsident Bernd Paul die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2017 für den Bereich des Polizeipräsidiums Mittelhessen vor. Erfreulich ist, dass die Straftaten (ohne die Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz) um fast drei Prozent auf nunmehr 45.344 auf den tiefsten Stand seit Bestehen des mittelhessischen Polizeipräsidiums vor 18 Jahren zurückgegangen sind. Ein neuer Höchstwert hingegen liegt bei der Aufklärungsquote vor.

63,1% Aufklärungsquote

Bei 63,1 % der Taten, bei denen die ausländerrechtlichen Verstöße nicht mitgezählt wurden, konnte mindestens ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Dies bedeutet einen nochmaligen Anstieg um fast drei Prozentpunkte gegenüber 2016. Erheblich zurückgegangen sind die ausländerrechtlichen Verstöße um 21.262 auf zuletzt 3.913.

Polizeipräsident Bernd Paul bezeichnete die Ergebnisse als hervorragend.

„Sie belegen, dass die mittelhessischen Bürgerinnen und Bürger nicht nur in einem sicheren Bundesland, sondern in einer der sichersten Regionen von Hessen leben. In vielen Deliktsbereichen kam es zu einem Rückgang der Straftaten, wobei die Aufklärungsquote zum Teil deutlich gesteigert werden konnte“, stellte Bernd Paul bei der Vorstellung der Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Mittelhessen mit den Landkreisen Gießen, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf und dem Wetteraukreis fest.

Tabelle Straftaten in Mittelhessen ohne ausländerrechtliche Verstöße / Bild: Polizei Mittelhessen

Er dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Polizeipräsidiums, die durch ihre guten Leistungen, ihr Engagement und ihre professionelle Arbeit diese erfolgreiche Sicherheitsbilanz ermöglicht haben. Seinen Dank richtete Bernd Paul zugleich an die vielen Bürger, die die Polizei in vielen Fällen unterstützen, sich nach einer Anzeige als Zeuge zur Verfügung stellen und Vertrauen zur Polizei haben, die also maßgeblich zu diesem guten Ergebnis beigetragen haben. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) wird einmal im Jahr erstellt und setzt sich aus den Daten der polizeilich endbearbeiteten Strafanzeigen zusammen. Diese Zahlen werden zum Jahresende hin qualitätsgesichert, d. h. insbesondere auf Erfassungsfehler hin überprüft. Die hierzu herausgegebenen Richtlinien gelten einheitlich für alle Bundesländer. Die darin geregelte Erfassung erfolgt, sobald der Vorgang nach Abschluss der Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft abgegeben wurde.

„Die zurückgegangenen Straftaten und die hohe Aufklärungsquote sind ein Beleg für effektive Polizeiarbeit, qualifizierte Ermittlungsmethoden und die ergriffenen Verbesserungen in verschiedenen Bereichen der Polizei. Das Risiko, von der Polizei erwischt zu werden, ist weiter gestiegen; das schreckt potentielle Straftäter auch ab!“ erklärte Bernd Paul.

Mit diesem Ergebnis liegt Mittelhessen im landesweiten Vergleich im Spitzenbereich.

Die Zahl der Gesamtstraftaten wird, wie bereits im Vorjahr, in den Tabellen jeweils mit und ohne die ausländerrechtlichen Verstöße dargestellt. Dabei fällt auf, dass diese Verstöße eine erheblich geringere Bedeutung als im Jahr 2016 haben. Dieser hohe Rückgang ist auch auf den 2016 behobenen Erfassungsrückstand, der größtenteils im Jahr 2015 aufgrund der hohen Zahl dieser Delikte eingetreten war, zurückzuführen. Das beigefügte Bild (Tabelle) zeigt die mittelhessischen Zahlen ohne die ausländerrechtlichen Verstöße.

Mehr dazu, darunter auch Informationen zur Kriminalstatistik für den Landkreis Gießen, unter:
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