Bundespolizei und ihre Sicherheitspartner trainierten Terror-Lagen im Frankfurter Hauptbahnhof

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Symbolbild; Quelle: Bundespolizei

Die Bundespolizei führte unter Beteiligung des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main, der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main und mit Unterstützung der Deutschen Bahn AG in der Nacht vom 20. auf den 21. März 2018 im Frankfurter Hauptbahnhof eine Übung mit mehreren unterschiedlichen, fiktiven Terror – Anschlagsszenarien durch. Hinter Sichtschutzzäunen übten Streifenbeamte der Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main in ihrem Revierbereich die Erstintervention und das Zusammenspiel mit den Beamten des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main. Statisten, die aufwändig als verletzte Opfer geschminkt waren, mussten durch die Einsatzkräfte aus Gefahrenzonen geborgen und an die Feuerwehr übergeben werden, die ihrerseits die Übernahme einer großen Anzahl von Verletzten übte. Die Bundespolizei und ihre Sicherheitspartner trainierten in sechs Übungsdurchgängen unterschiedliche Szenarien, in denen die Übungsleitung die übenden Streifenbeamten mit panischen Menschenmassen, schwerstverletzten Opfern und terroristischen Selbstmordattentätern konfrontierte. Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten, kamen, unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, Sprengmittel, Rauchbomben und Übungswaffen, mit denen Farbmarkierungen verschossen werden können, zum Einsatz.

Über 700 Beamte beteiligt

An der Übung waren insgesamt 700 Beamte, Statisten, Helfer und Rettungskräfte beteiligt. Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel der zahlreichen Akteure in einer komplexen, lebensbedrohlichen Einsatzlage unter realistischen Bedingungen zu trainieren und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. In einem Stresstest mussten die Konzepte beweisen, dass sie nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch funktionieren. Die Übung verlief nach Auffassung der Übungsleitung planmäßig und erfolgreich. Erfolgreich heißt im konkreten Fall auch, dass sämtliche Übungsaufgaben durch die Teilnehmer erfüllt und gelöst werden konnten.

Außerdem konnten die Übenden zahlreiche praktische Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln, die vor allem auch der persönlichen Vorbereitung dienen und ihnen Handlungssicherheit geben. Schließlich werden die Ergebnisse der Übung in die bestehenden Sicherheitskonzepte einfließen, um diese, zum Schutz der Bürger und Bahnreisenden, noch weiter zu verbessern. Am 21. März 2018 gegen 5 Uhr war die Übung beendet, sodass der Berufsverkehr den Frankfurter Hauptbahnhof wieder uneingeschränkt nutzen konnte.

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