„Keine Rettungsgasse“ Schwerer Lkw-Unfall auf der A7 bei Kirchheim

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Symbolbild / SD-Pictures / Pixabay

Kirchheim (ots) – Zu einem folgenschweren Unfall führte der Fahrfehler eines Lkw-Fahrers auf der BAB 7 am Hattenbacher Dreieck bei dem eine Person leichtverletzt wurde und 100.000 Euro Sachschaden entstand. Gegen 01.00 Uhr befuhr ein 27 Jahre alter Fahrer einer Spedition aus dem sächsischen Meißen mit seinem Lkw, der Lebensmittel für eine Justizvollzuganstalt in Nordrhein-Westfalen geladen hatte, die A 7 in Richtung Kassel.

Nicht angepasste Geschwindigkeit

Im Gefällstück vom Hattenbacher Dreieck geriet der Anhänger auf-grund nicht angepasster Geschwindigkeit bei regennasser Fahrbahn ins Schlingern, so dass der aus dem Landkreis Bamberg (Bayern) stammenden Brummifahrer die Kontrolle über sein Gespann verlor, quer über vier Fahrstreifen hinweg schleudernd, schlug der Lkw in die linksseitige Betonschutzwand ein und wurde von dieser wieder abgewiesen. Der Anhänger kippte sodann um und schließlich kam der Lkw samt Anhänger -schwer beschädigt- quer über allen Fahrstreifen zum Liegen. Glücklicherweise konnten nachfolgende Fahrzeuge rechtzeitig abbremsen, so dass der Fahrer des Unfall-Lkw nur leicht verletzt wurde.

Keine Rettungsgasse vorhanden, Feuerwehr konnte die Einsatzstelle nicht erreichen

Erneut kam es bei diesem Unfall zu der Situation, dass durch Lkw die komplette Autobahn in Richtung Kassel zugestellt und keine Rettungsgasse gebildet wurde. Die zuständige Feuerwehr aus Niederaula konnte deshalb ihren Einsatzort nicht erreichen. Letztlich gelang es der Feuerwehr aus Kirchheim entgegengesetzt der Fahrtrichtung vom Kirchheimer Dreieck kommend die Unfallstelle zu erreichen.

Bei Stau immer Rettungsgasse bilden!

Rettungsgasse / Bild: Blaulicht Gießen

Bitte denken Sie im Stau immer an die Rettungsgasse.
Alle, die auf der linken Spur stehen nach links – und alle anderen soweit nach rechts wie möglich.

Polizei leitete Verkehr um

In Zusammenarbeit mit drei Autobahnmeistereien gelang es der eingesetzten Streife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld schließlich, den Verkehr entsprechend ab- und umzuleiten, damit vor Ort die Bergungsmaßnahmen beginnen konnten. Diese werden sich noch bis in den späten Vormittag des Gründonnerstags erstrecken. Die Polizei rechnet durch den Osterreiseverkehr, rund um das Hattenbacher Dreieck, mit Verkehrsbehinderung.

Schaden über 100.000 Euro

Zur Reinigung der Fahrbahn durch die ausgelaufenen Betriebsstoffe wurde durch die zuständige Autobahnmeisterei ein Bergungsunternehmen aus Fulda mit einem Spezialfahrzeug, einer sogenannte „Ölspurhexe“ beauftragt. Die Autobahnpolizei Bad Hersfeld schätzt den entstandenen Sachschaden auf mehr als 100.000 Euro.

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