Viele Verstöße bei Sprinter- und Gefahrgutkontrolle

Veröffentlicht am 25.Okt.2018 um 12:36 Uhr | Zuletzt geändert am: 25.Okt.2018 um 12:36 Uhr



Sprinter mit Kunstofffässern und Batterien / Bild: Polizei Mittelhessen

In Zusammenarbeit mit dem Service-Team-Gefahrgut des Ordnungsamtes der Stadt Gießen führte der Regionale Verkehrsdienst Gießen am Mittwoch (24. Oktober) auf dem Parkplatz „Amtmannsmühle“ der Gemarkung Biebertal eine Kontrolle von Kleintransportern (Sprintern) durch. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf dem Bereich der Ladungssicherung in Verbindung mit dem Transport von Gefahrgütern. Die eingesetzten Kontrollkräfte überprüften insgesamt 23 Fahrzeuge, darunter befanden sich 20 Transporter der 3,5t-Klasse sowie 3 Laster mit einer Tonnage bis 18 t.

Die Kräfte beanstandeten 10 Fahrzeuge und Fahrzeugführer, davon verstießen einige sogar mehrfach gegen rechtliche Bestimmungen. In fünf Fällen war der Fahrer nicht angeschnallt, fünfmal führten die Fahrer keine Tageskontrollblätter oder Fahrzeugpapiere mit und siebenmal hielten die Kontrollierten die vorgeschriebene Ladungssicherung sowie gefahrgutrechtliche Bestimmungen nicht ein. Die Beamten fertigten außerdem fünf Mängelanzeigen wegen technischer Mängel oder fehlender Ausrüstungsgegenstände wie z. B. Warndreieck, Verbandskasten sowie Warnweste.

Bei einem kontrollierten Transporter befand sich eine Gasflasche völlig ungesichert und freistehend auf der Ladefläche. Den Fahrer als auch den Halter erwartet nun eine Anzeige. Anders als beim Nichtgefahrgut bewegen sich die Bußgelder bei Gefahrgut dabei jeweils im dreistelligen Bereich.

Einem weiteren Transporter musste die Weiterfahrt zunächst untersagt werden. Er verfügte weder über ein geeignetes Ladungssicherungsnetz noch über den bei Transport von Gefahrgut vorgeschriebenen Feuerlöscher. Erst nachdem ein Firmenangehöriger einen Feuerlöscher sowie ein entsprechendes Netz an die Kontrollstelle brachte, durfte der Fahrer nach erfolgter Sicherung seine Fahrt fortsetzen.

Ein zunächst unscheinbar wirkender weißer Sprinter erwies sich kurz vor Ende der Kontrolle noch als „Volltreffer“. Der Fahrer konnte keinen Fahrzeugschein sowie die erforderlichen Tageskontrollblätter zur Überprüfung seiner Lenk- und Ruhezeiten vorweisen. Bei der Überprüfung der Ladung fielen den Kontrollierenden nach Öffnen der Hecktüren mehrere leere Kunststofffässer entgegen (Foto). Die gesamte Ladefläche war mit diesen Kunststofffässern in „loser Schüttung“ beladen, das heißt, die Fässer lagen alle wild durcheinander auf der Ladefläche herum. Im hinteren Bereich befanden sich noch einige Pappkartons mit verbrauchten Lithiumbatterien, auch ungesichert. Überall auf dem Boden und in sämtlichen Ritzen und Öffnungen standen einzelne größtenteils beschädigte Lithiumbatterien. Wie sich herausstellte, fuhr der Fahrer im Auftrag seiner Firma Verbrauchermärkte und Firmen an und tauschte dann volle Sammelbehälter für Lithiumbatterien (Fässer oder Kartons) gegen entsprechendes Leergut aus. Ladungssicherung war offenbar dabei – wie sich zeigte- leider überhaupt kein Thema. Den Fahrzeugführer, sowie den Halter erwarten nun entsprechende anzeigen nach dem Gefahrgutrecht.






Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.
WP2Social Auto Publish Powered By : XYZScripts.com