Gießen: Aktuelle Warnung vor Schockanrufern

Veröffentlicht am 22.Jan.2019 um 11:37 Uhr | Zuletzt geändert am: 22.Jan.2019 um 16:45 Uhr



Aktuell rufen seit 09.30 Uhr Betrüger, die sich als Polizisten ausgeben, bei Bürgern im Gießener Landkreis an. In allen Fällen meldeten sich die angeblichen Polizisten und tischten die bekannte Geschichte, von dem Hinweis auf einen bevorstehenden Einbruch nach der Festnahme von Tatverdächtigen, auf. In der Regel fragen die Anrufer, nach erklären des angeblichen Grundes des Anrufs, zunächst allgemeine Informationen ab. „Haben Sie Bargeld im Haus? Wo lagern sie ihre Wertsachen? Sind sie alleine im Haus?“ „Bei solchen Anrufen sollten alle Alarmglocken schrillen! Seien Sie misstrauisch, lassen sie sich am Telefon auf nichts ein und wählen sie keineswegs die vorgeschlagene Telefonnummer zurück. Wählen Sie lieber die Ihnen bekannten Telefonnummer Ihrer Polizei und lassen Sie sich mit dem angeblichen Beamten verbinden!“

Bei den Anrufen gab es heute bislang keinen Schaden – ganz im Gegensatz zu einem Fall von Montag (21. Januar) ebenfalls in Gießen. Eine Rentnerin erhielt gegen 09.30 Uhr den ersten Anruf eines angeblichen Polizeibeamten, der auf einen bevorstehenden Überfall am Abend hinwies. Nach unzähligen Anrufen des Betrügers hob sie von ihren Konten einen fünfstelligen Geldbetrag ab und deponierte das Geld, Goldmünzen sowie diverse Papiere, und deponierte es nach Aufforderung des Anrufers in einer Mülltonne im Mohrunger Weg. Sie ging anschließend zu einem nahegelegenen Imbiss, um auf vermeintliche Polizeibeamte zu warten. Das erschien ihr dort doch etwas merkwürdig und erkundigte sich eine Stunde später über die offizielle Notrufnummer. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen ohne Erfolg – die deponierten Sachen waren fort.

Hier nochmals ein paar Hinweise der Polizei:

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110
    an.
  • Die Polizei holt niemals Geldbeträge oder sonstige
    Vermögenswerte bei Ihnen ab.
  • Die Polizei bietet niemals an, Ihr Vermögen zu überprüfen und in
    „Sicherheit“ zu bringen.
  • Die Polizei fordert Sie niemals auf, Geldbeträge oder sonstige
    Vermögenswerte vor Ihrer Wohnung zu deponieren oder zu
    übergeben.
  • Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Geld oder Wertsachen,
    auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeiterinnen oder
    Mitarbeitern der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder
    Geldinstituten.
  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre
    persönlichen oder finanziellen Verhältnisse.
  • Als was auch immer der Anrufer sich ausgibt. Überprüfen Sie, ob
    Sie es tatsächlich mit dieser Person zu tun haben. Legen Sie den
    Hörer richtig auf und rufen Sie zurück! Wichtig: Benutzen Sie
    NICHT die Rückruffunktion oder Wahlwiederholungstaste, da Sie
    sonst wieder bei dem Anrufer und Täter landen könnten. Wählen
    Sie die Ihnen bekannte oder von Ihnen herausgesuchte Rufnummer
    bewusst neu
  • Sprechen Sie mit ihrer Familie oder einer anderen
    Vertrauensperson über den Anruf.

Diese und weitere Hinweise zum Phänomen „Falsche Polizeibeamte“ , „Betrug am Telefon“, „Enkeltrick“ und weitere Betrugsmaschen stehen im Internet u.a. auf www.polizei.hessen.de oder www.polizei-beratung.de






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