Zollkontrollen in Shishabars Wiederholte Verstöße gegen die Steuervorschriften festgestellt.

Veröffentlicht am 02.Feb.2017 um 14:05 Uhr | Zuletzt geändert am: 02.Feb.2017 um 15:40 Uhr

Symbolfoto; © Christian Müller/Fotolia.com



Gießen (ots) – Zöllner der mobilen Kontrolleinheiten des Hauptzollamtes Gießen haben in den letzten Tagen Shisha-Cafés und -Lounges in Gießen und Kassel im Rahmen der Steueraufsicht kontrolliert. Dabei stellten sie etliche Verstöße gegen die Steuervorschriften fest und beschlagnahmten insgesamt 67 Kilogramm Wasserpfeifentabak.

In fünf der kontrollierten Shisha-Bars kam es zu Beanstandungen. Zum Teil waren das Geschäfte, bei denen der Zoll bereits im vergangenen Jahr Verstöße festgestellt hat.

„Die Ladeninhaber scheinen hier unbelehrbar. Dabei handelt es sich um Steuerhinterziehung und nicht um Kavaliersdelikte“, so Michael Bender, der Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen. „Wir werden die Kontrollen verstärken“.

Die Zöllner fanden in den Vorbereitungsküchen für die Shishas Plastikbehälter, Frischhalte-dosen und Tüten in denen die Betreiber der Lokale den Wasserpfeifentabak mit Feuchthaltemitteln (Molasse, Glyzerin) angereichert hatten. Durch das Mischen vergrößern sich Menge und Gewicht des Tabaks und es entsteht ein neues Tabakerzeugnis, das versteuert werden müsste.

Bild: Zoll Giessen
Bild: Zoll Giessen
Bild: Zoll Giessen

Darüber hinaus wurde auch unversteuerter Wasserpfeifentabak vorgefunden, der wahr-scheinlich eingeschmuggelt wurde.

Auch der Verkauf von versteuertem Tabak in kleineren Portionen als den mit Steuerbandero-le versehenen Kleinverkaufspackungen ist nicht rechtens. Tabak darf in Deutschland nur in mit Steuerzeichen versehenen Kleinverkaufspackungen verkauft werden. Das gilt auch für Shisha-Tabak! Mit dem Verkauf in den Shisha-Pfeifen lassen sich aber größere Gewinne erzielen.

Gegen die Shisha-Bar-Besitzer leiteten die Kontrolleure Ordnungswidrigkeits- und Steuerstrafverfahren ein. Auf sie kommen Steuernachzahlungen und Geldstrafen oder Bußgelder zu.

Der sichergestellte Tabak wird auch wegen zum Teil lebensmittelrechtlicher Bedenken vernichtet.

Bildquelle:

  • Polizeiwagen in der Großstadt: Symbolfoto; © Christian Müller/Fotolia.com






Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.
WP2Social Auto Publish Powered By : XYZScripts.com