Halskettentrick endet erfolgreich – Kripo gibt Tipps

Veröffentlicht am 07.Apr.2017 um 13:28 Uhr | Zuletzt geändert am: 07.Apr.2017 um 13:28 Uhr

Symbolfoto; © pattilabelle/Fotolia.com



Gießen (ots) – Eine 64 – Jährige wurde am späten Donnerstagvormittag Opfer von Trickdieben. Die unbekannten hatten die Frau gegen 11.20 Uhr in der Henriette-Fürth-Straße angesprochen und nach dem Weg gefragt. Eine Frau stieg dann aus dem Fahrzeug aus und bedankte sich bei der 64 – Jährigen. Dabei hängte sie ihr zum Dank eine Halskette um. Durch eine weitere Frau, die ebenfalls aus dem PKW ausgestiegen war, bekam sie sogar noch einen Ring angesteckt. Erst später, als das Auto wieder weggefahren war, bemerkte die Frau den Diebstahl ihrer Goldhalskette mit Kreuzanhänger im Wert von etwa 150 Euro. Bei dem geschenkten Schmuck dürfte es sich geringwertigen Schmuck handeln. In dem Auto sollen drei Personen gesessen haben. Der Fahrer soll etwa 35 Jahre alt sein und einen dünnen Schnauzbart haben. Bei der Frau, die auf der Beifahrerseite saß und auch ausstieg, handelt es sich um eine etwa 35 – Jährige, die dunkle Haare und einen Pferdeschwanz hatte. Sie soll einen ausländischen Akzent gehabt haben. Von der dritten Person liegt keine Beschreibung vor. Bei dem Auto soll es sich um einen schwarzen Audio handeln. Die Unbekannten haben am Donnerstag aller Wahrscheinlichkeit nach den sogenannten „Halskettentrick“ angewandt. Bei dieser Masche legen die Diebe ihren Opfern eine wertlose Halskette um. Dabei tauschen sie das „billige“ Schmuckstück gegen den echten Schmuck ihres Opfers aus. Meist werden die Opfer nach dem Weg gefragt und in ein Gespräch verwickelt. Zum Abschluss wird der wertlose Schmuck zum Kauf angeboten oder einfach, wie in diesem Fall, geschenkt.

Die Gießener Kripo gibt folgende Tipps:

a) Sollten Sie von Personen angesprochen, nach einem Weg oder dem nächsten Krankenhaus – auch aus Fahrzeugen heraus – befragt werden, dann sollten Sie mit entsprechender Vorsicht reagieren und auf Distanz bleiben. Beugen Sie sich nicht in den Wagen hinein.

b) Vermeiden Sie Umarmungen oder anderen Körperkontakt – lehnen Sie diesen energisch ab, gehen Sie sofort auf Distanz und fordern Sie gegebenenfalls Hilfe an.

c) Vermeiden Sie die Auseinandersetzung um Ihren Schmuck, wenn die Räuber diesen entreißen wollen. Die Verletzungsgefahr durch Stürze, Gewaltanwendung oder Mitschleifen ist um ein Vielfaches höher.

d) Sollten Sie trotzdem Opfer dieser Masche geworden sein, versuchen Sie sich Personen oder Fahrzeuge und ihre Kennzeichen zu merken und geben Sie diese Informationen und Beschreibungen so schnell wie möglich, am besten per Notruf 110, an die nächste Polizeidienststelle weiter.

Weitere Präventionshinweise erhalten Sie im Internet unter: www.polizei-beratung.de oder bei Ihrer zuständigen Polizeilichen Beratungsstelle. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Gießen unter der Rufnummer 0641 – 7006 2555.

Bildquelle:

  • Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht: Symbolfoto; © pattilabelle/Fotolia.com






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