Ägyptisches Flugzeug löste Einsatz deutscher Kampfjets aus

Veröffentlicht am 15.Jul.2017 um 17:32 Uhr | Zuletzt geändert am: 15.Jul.2017 um 22:39 Uhr

Symbolfoto; © Pixabay.de



Ein ägyptisches Verkehrsflugzeug aus dem Badeort Hurghada am Roten Meer hat am frühen Freitagabend lautstarke Überschallflüge zweier Bundeswehrjets in der Grenzregion von Hessen und Bayern ausgelöst.
Es hatte eine mehr als fünfminütige Unterbrechung des Funkkontakts zu der Maschine gegeben, die nach NRW unterwegs war. Die Bundeswehr setzte Abfangjäger ein, die auf dem Weg zu diesem Flieger die Schallmauer durchbrachen und die weithin hörbaren Knalle auslösten.

Wie ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung mitteilte, hatte es eine mehr als fünfminütige Unterbrechung des Funkkontakts zu der Maschine gegeben, die nach Münster unterwegs war. Daraufhin habe die Flugsicherung das Lagezentrum der Luftwaffe informiert.

Die Bundeswehr setzte Abfangjäger ein, die der verdächtigen Maschine mit hoher Geschwindigkeit folgten. Dabei durchbrachen sie die Schallmauer und lösten laute Knalle aus. Ein Bundeswehr-Sprecher bestätigte am Samstag das Aufsteigen der sogenannten Alarmrotte. Die beiden Jets starteten im bayerischen Neuburg an der Donau.

Eingreifen mussten die Abfangjäger aber den Angaben der Flugsicherung zufolge nicht. Bis sie die ägyptische Passagiermaschine erreichten, sei bereits wieder ein Funkkontakt zustande gekommen, sagte der Sprecher. Das Flugzeug sei sicher in Münster gelandet.

Als eine mögliche Ursache des Kontaktausfalls wurde genannt, dass der Pilot eine falsche Funkfrequenz eingestellt haben könnte.

Zahlreiche Menschen in Hessen riefen bei der Polizei an, weil sie durch den lauten Überschallknall der Kampfjets aufgeschreckt wurden. Dieser sei mehr als hundert Kilometer weit zu hören gewesen. Betroffen war vor allem der Raum Würzburg. Viele der Anrufer seien von einer Explosion ausgegangen.

In Hurghada hatte ein Mann zuvor einen Messerangriff auf Touristen am Strand des Badeortes verübt. Dabei wurden zwei deutsche Urlauberinnen getötet. Es gab zudem vier Verletzte. Einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen ist nicht bekannt.

Auf den Einsatzbefehl für die Jets habe das aber keinen Einfluss gehabt, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Es habe sich um ein „Routinemanöver“ gehandelt.

Bildquelle:

  • Kampfjets: Pixabay

Zuletzt geändert am: 15.Jul.2017 um 22:39 Uhr






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