Wenn die Ladung „überquillt“ | LKW-Ladung lief aus

Veröffentlicht am 10.Apr.2019 um 7:10 Uhr | Zuletzt geändert am: 10.Apr.2019 um 7:10 Uhr

Bild: Polizeipräsidium Mittelhessen / news aktuell



Gießen (ots) – Autobahn 5: Vor einige Probleme stellte die Ladung eines Tanklastzuges am gestrigen Nachmittag und bis in die Abendstunden hinein alle Beteiligten. Ein LKW-Fahrer stoppte gegen 15.50 Uhr sein Gefährt auf dem Parkplatz Heb-Berg an der Autobahn 5, da seine Ladung austrat.

Auf der Autobahn 5 in Richtung Kassel fuhr ein 65-jähriger LKW-Fahrer aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim am Dienstagnachmittag mit seinem Tanklastzug einer Firma aus Schleswig-Holstein. Als er sich zwischen den Anschlussstellen Grünberg und Homberg Ohm befand, bemerkte er, wie mit seiner Ladung etwas nicht stimmte. Auf dem Parkplatz Heg-Berg in der Gemarkung von Grünberg stoppte er sein Fahrzeug und informierte die Polizei.

Kein Gefahrstoff

Wie sich herausstellte, quoll die Ladung des Tanklastzuges aus den Domdeckeln des Fahrzeuges über. Die hinzugezogene Feuerwehr und die Polizei sperrten daraufhin den kompletten Parkplatz für die weiteren Maßnahmen. Der Grund für das Überquellen konnte schließlich im Gespräch mit dem LKW-Fahrer und in Abstimmung mit Fachleuten gefunden werden: Der Fahrer hatte rund 25 Tonnen Schlämme und Waschwässer aus dem Raffinationsprozess geladen, was an sich kein Problem darstellte und wobei es sich glücklicherweise auch nicht um einen Gefahrstoff handelte. Leider hatte der Fahrer nach der zuvor transportierten Ladung, eine zuckerhaltige Melasse, den Tank nicht ausreichend gereinigt. Nun reagierten die beiden Stoffe im Tank, was zu einer enormen Ausdehnung der Flüssigkeit führte.

Werksfeuerwehr aus Höchst konnte Abhilfe schaffen

Die Feuerwehren verhinderten den Eintritt der auslaufenden Flüssigkeit in das Kanalsystem und begannen mit einem Abpumpen von Teilen der Flüssigladung in Bergebehältnisse. Dies half jedoch nur vorübergehend, da das Volumen der Flüssigkeit sich immer weiter ausdehnte.

Abhilfe geschaffen werden konnte schließlich durch eine hinzugezogene Werksfeuerwehr aus dem Industriepark Höchst. Sie pumpten einen weiteren Teil der Ladung ab und transportierten ihn ab. Nachdem die restliche Ladung und deren Eigenleben somit eingedämmt werden konnten, wird der LKW mit dem Rest der Ladung am heutigen Morgen vermutlich seine Fahrt fortsetzen können. Die Kosten für den Einsatz werden für den Transporteur jedoch erheblich sein.

Erhebliche Kosten kommen auf den Transporteur zu

Neben diversen örtlichen Feuerwehren und deren Spezialisten, inclusive dem Kreisbrandinspektor, waren die Autobahnmeisterei Reiskirchen, der Gefahrgutkoordinator der Polizei, das Umweltkommissariat der Polizei, eine Privatfirma zur Parkplatzreinigung, der Rettungsdienst, die Untere Wasserbehörde und die Werksfeuerwehr im Einsatz.

Nachfragen zu diesem Fall bitte an: Pressestelle Wetterau Tel. 06031-601-150






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