Gewinnspielbetrüger erbeuten etwa 21.000 Euro – Mitarbeiter eines Geldinstitutes verhindert offenbar Schlimmeres

Veröffentlicht am 05.Jul.2019 um 14:39 Uhr | Zuletzt geändert am: 05.Jul.2019 um 14:39 Uhr

Aktuell / Bild: Blaulicht Gießen



Gießen (ots) – Offenbar auf Gewinnspielbetrüger hereingefallen ist eine 75 – Jährige aus Linden. Insgesamt erbeuteten die Unbekannten etwa 21.000 Euro. Ans Tageslicht kam der Betrug, als die Geschädigte in dieser Woche nochmals etwa 20.000 Euro überweisen wollte. Ein Bankangestellter wies die bis dahin ahnungslose Frau auf den Betrug hin und verhinderte somit Schlimmeres.

Bereits Anfang Mai hatte die Lindenerin die ersten Anrufe erhalten. Zunächst hatte sich ein angeblicher Mitarbeiter einer Vollzugsbehörde in Saarbrücken gemeldet und behauptet, dass gegen die 75 – Jährige eine Anzeige vorliegen würde. Wenig später meldete sich dann am Telefon ein Rechtsanwalt. Er sagte, er sei bereit die Angelegenheit zu übernehmen und sie vertreten könne. In den folgenden Tagen gab es dann weitere Gespräche zwischen ihrem Rechtsanwalt und einer Sekretärin. Die ersten 5.000 Euro wurden dann nach einer Aufforderung überwiesen. Bei den Gesprächen wurde ihr versichert, dass sie das Geld wiederbekommen würde, wenn die Sache erledigt sei.

In den nächsten Telefonaten behauptete der „Rechtsanwalt“ dann, dass der überwiesene Betrag in Verbindung mit einem Gewinn von 450.000 Euro stehen würde. Es dauerte dann wieder nicht lange, bis die Betrüger eine Gebühr für den möglichen Gewinn forderten. Sie überwies dann weitere 1.700 Euro. Im nächsten Anruf war es der ausstehende Zoll, der überwiesen werden musste, um den Gewinn von fast einer halben Millionen Euro zu erhalten. Nach dieser erneuten Aufforderung zahlte die Frau fast 5.000 Euro.

Vor zwei Tagen forderte der „falsche“ Anwalt dann ca. 20.000 Euro Depotgebühren für den hohen Gewinn. Die 75 – Jährige ging zu ihrer Hausbank. Ein aufmerksamer Mitarbeiter wies die Frau auf die Gefahren des sogenannten Gewinnspielbetruges hin. Nach diesem Hinweis erstattete die Seniorin dann Strafanzeige bei der Polizei. Es stellte sich heraus, dass der bereits überwiesene Betrag von etwa 21.000 Euro auf Konten in Polen und Rumänien gingen.

Die mit dem Fall befasste Gießener Kriminalpolizei warnt vor solchen Betrügern. Es sollte immer beachtet werden, dass bei seriösen Gewinnspielen niemals Gebühren fällig werden.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Gießen unter der Rufnummer 0641 – 7006 2555.

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