Enkeltrick – Marburger wird Opfer von Betrügern

Veröffentlicht am 05.Sep.2019 um 18:15 Uhr | Zuletzt geändert am: 05.Sep.2019 um 18:15 Uhr

Symbolfoto; © Pixabay.de



Marburg: Am Mittwochnachmittag, 4. September wurde ein Mann Opfer von Betrügern. Die Unbekannten erbeuteten in der Heinrich-Heine-Straße mehrere Tausend Euro. Die Kriminalpolizei sucht nun dringend nach Zeugen. Etwa gegen 14 Uhr rief eine Frau bei dem Marburger an. Durch die geschickte Gesprächsführung ging das Opfer schließlich davon aus, eine gute Bekannte sei am Telefon. Die „vermeintliche Freundin“ tischte die bereits bestens bekannte Masche auf. Sie gab vor, sofort Geld für den Kauf einer Immobilie zu benötigen. Mit dem Hinweis, sie würde bereits bei dem Notar sitzen, untermauerte die Frau nochmals die Dringlichkeit ihres Anliegens und setzte so das ausgesuchte Opfer unter Druck. Danach wurde die zeitnahe Übergabe des Geldes an eine „Angestellte des Notars“ vor dem Wohnhaus des Marburgers vereinbart. Diese erfolgte dann wie abgesprochen zwischen 16.30 und 17 Uhr vor dem Haus. Erst am Donnerstagmorgen flog der Schwindel bei einem Telefonat mit der tatsächlichen Bekannten auf. Die mutmaßliche Täterin ist Anfang 50 Jahre alt, zirka 165 cm groß und etwas kräftiger. Sie sprach Deutsch mit leichtem, osteuropäischen Akzent. Sie hat kinnlange, dunkle Haare, eine helle Haut und trug einen Rock.

Die Kriminalpolizei bittet um Mithilfe: Wem sind an Mittwochnachmittag in der Heinrich-Heine-Straße verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge aufgefallen? Dabei können auch schon Beobachtungen vor der Übergabe des Geldes von Bedeutung sein? Hinweise bitte an das Betrugskommissariat der Kriminalpolizei in Marburg, Tel.06421/4060.

Tipps der Polizei:

Der Enkeltrick ist eine nach wie vor aktuelle Betrugsmasche, mit der Kriminelle hauptsächlich ältere Menschen um ihr Erspartes bringen. Nur eine ständige Aufklärung und die Kenntnis über Vorgehensweisen der gemeinen Betrüger bewahrt davor, Opfer zu werden. Die Vorgehensweise ist immer nahezu gleich – lediglich bei den Geschichten am Telefon zeigen sich die Betrüger kreativ und variabel.

Vorsicht ist geboten, wenn das Telefon klingelt und der erste Satz in etwa so lautet wie: „Hallo Oma (oder Ansprache mit Namen), ich bin´s! Bin grad in der Nähe und wollte mich mal melden. Du weißt doch er dran ist, oder?“

Tipps und Hinweise, die davor schützen, Opfer eines Enkeltricks zu werden:

Oberstes Gebot! Niemals Geld an unbekannte Personen übergeben. Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer, ohne ihren Namen zu nennen, als Verwandte, Bekannte oder Freunde ausgeben. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, zu raten, wer Sie anruft. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Geben Sie vor allem niemals Kontodaten preis! Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen immer sofort persönliche Rücksprache und benutzen Sie dazu nur die ihnen bekannte Rufnummer. Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110. Weitere Informationen zum Enkeltrick finden Sie unter www.polizei.hessen.de und www.polizei-beratung.de.

(Das Alter des Opfers wurde bewusst nicht genannt, um die Persönlichkeitsrechte des Mannes zu schützen)

Bildquelle:

  • Festnetztelefon: Pixabay






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