Lebensgefahr durch Starkstromleitung – Mann überklettert Geländer einer Bahnüberführung

Veröffentlicht am 18.Sep.2019 um 15:10 Uhr | Zuletzt geändert am: 18.Sep.2019 um 15:08 Uhr

Symbolbild Bahnüberquerung - Quelle: Bundespolizei (ots)



Gießen / Lollar (ots) – In extreme Lebensgefahr brachte sich gestern Nachmittag ein 25-Jähriger aus Gießen. Der Mann überkletterte den Übersteigschutz des Geländers einer Eisenbahnbrücke in Gießen (Straße Rosenpfad, Bahnkilometer 131,2). Er setzte sich unmittelbar auf den Betonsockel und ließ seine Beine direkt über dem Gleis Richtung Lollar baumeln. (Bahnstrecke Gießen-Marburg).

Dass er dadurch der Oberleitung der Bahn bedrohlich nahekam, war dem Gießener scheinbar nicht bewusst.

Ein Platzverweis kann lebensrettend sein!

Die alarmierten Beamten vom Bundespolizeirevier Gießen und der Notfallmanager der Deutschen Bahn AG waren rechtzeitig zur Stelle und forderten den Mann auf, seinen gefährlichen Platz sofort zu verlassen. Dem folgte der 25-Jährige. Er gab sich allerdings sehr unbekümmert. Die Bundespolizisten haben den Mann über die Gefährlichkeit seines Handelns belehrt und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen ihn eingeleitet. Die Bahnstrecke war für wenige Minuten gesperrt.

Wichtiger Hinweis der Bundespolizei

Das Überklettern bzw. das Umgehen von Sicherheitsabsperrungen (in diesem Fall der Übersteigschutz des Geländers) ist verboten und absolut lebensgefährlich. Die Bahn-Oberleitungen führen eine Spannung von 15.000 Volt, das sind 65-mal mehr als in der Steckdose zu Hause. Schon ein zu geringer Mindestabstand kann ausreichen, um einen Stromschlag zu erleiden.

Durch die extrem hohe Spannung kann ein Lichtbogen entstehen und so den Starkstrom auf den Körper übertragen.   Der menschliche Körper, der zu zwei Dritteln aus Wasser besteht, ist in diesem Moment der „leitende Gegenstand“. Starke bis tödliche Verbrennungen können die Folge sein.

Merke: Strom ist heimtückisch! Strom ist nicht sichtbar, nicht hörbar und ist auch nicht zu riechen! Es gibt keine Vorwarnung!

Bildquelle:

  • Bahnüberquerung: Quelle: Bundespolizei (ots)

Zuletzt geändert am: 18.Sep.2019 um 15:08 Uhr






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