Wochenrückblick: Einsatz in Marburg, Buskontrollen, Drogendealer geschnappt, 64-jähriger uriniert vor Bäckerei

Veröffentlicht am 13.Okt.2019 um 13:51 Uhr | Zuletzt geändert am: 13.Okt.2019 um 13:51 Uhr

Symbolfoto; © Blaulicht Gießen



Marburg-Biedenkopf (ots) – Marburg – Am Freitagabend, um kurz nach 18 Uhr, war nach gemeldeten Schüssen auf der Stadtkirmes ein Großeinsatz am Elisabeth-Blochmann-Platz. Derzeit besteht dort keine mit dem Einsatzgrund zusammenhängende konkrete Gefahr mehr.

Nach den ersten Ermittlungen mündete ein Streit zwischen zwei Gruppen von Flüchtlingen in einer Auseinandersetzung. Im Zuge dessen sollen Schüsse gefallen sein. Ein Beteiligter befindet sich mit einer offensichtlichen Schnitt- oder Stichverletzung im Krankenhaus. Über weitere Verletzte ist nichts bekannt.

Derzeit stehen weder der Ablauf des gesamten Geschehens, noch einzelne Tatbeteiligungen oder Tathandlungen, noch die genaue Anzahl der Beteiligten fest.

Durch die mit dem Geschehen verbundenen Auswirkungen auf die Besucher der Kirmes war die Situation am Elisabeth-Blochmann-Platz sehr unübersichtlich. Offensichtliche Täter und/oder Opfer sowie Zeugen ließen sich zunächst nicht feststellen. Nach und nach meldeten sich Zeugen und die Polizei identifizierte weitere Personen als offensichtliche Beteiligte des Tatgeschehens. Ob es sich dabei um Täter oder Opfer handelt, steht derzeit nicht fest. Die Polizei nahm die zwei festgestellten mutmaßlichen Beteiligten und zwei Zeugen mit. Die polizeilichen Maßnahmen, insbesondere die Anhörungen und Vernehmungen, sowie Umfeldermittlungen und weitere Zeugensuchen dauern an.

Die DLRG konnte aufgrund einer Zeugenaussage die nach dem Geschehen entsorgte Waffe, eine Gaspistole (Waffe mit PTB Zeichen) ohne Magazin, aus der Lahn bergen.

Die erlittenen Verletzungen sind nach jetzigem Wissen nicht lebensgefährlich. Die Personalien des Verletzten stehen derzeit noch nicht fest.

Etwaige Zeugen des gesamten Tatgeschehens werden gebeten, sich mit der Kripo Marburg in Verbindung zu setzen.

Mittelhessen: Am Donnerstag, 10. Oktober kontrollierte die Polizei den gewerblicher Personen- und Güterverkehr und richtete dabei das besondere Augenmerk auf die Fernreisebusse und die Busse des Gelegenheitsverkehrs. Im Fokus standen bei den Fahrern die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie das Vorhandensein der notwendigen Führerscheine und Lizenzen und bei den Fahrzeugen natürlich deren verkehrssicherer Zustand. Anlassbezogen überprüften die Beamten auch die Fahrgäste. Die umfangreichen Überprüfungen von insgesamt 16 Bussen führten bei 7 Bussen zu Feststellungen. Die Beamten stellten vier Mängelanzeigen wegen fehlender Ausrüstungsgegenstände aus, fertigten eine Anzeige, weil der Fahrer die Anhaltesignale schlicht ignorierte, drei Anzeigen wegen nachgewiesener Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten und eine Anzeige, weil der Fahrer ohne die erforderliche Fahrerlaubnis und ohne notwendige Lizenz gewerblich Personen beförderte. Das betraf den Fahrer eines Kleinbusses (Sprinter) mit rumänischer Zulassung. Zum einen befanden sich in dem Neunsitzer 10 Personen, zum anderen besaß der Fahrer nicht den notwendigen Führerschein (Klasse D1). Da die Fahrgäste Tickets für die Fahrt von Holland nach Rumänien vorlegten, steht ein gewerblichen Personentransport fest. Die dafür nötige Lizenz konnte der Fahrer aber nicht vorlegen. Die Passagiere mussten mit einem Taxi zum Bahnhof fahren, um weiterzukommen. Der Mann konnte ohne Fahrgäste und nach der entrichteten Sicherheitsleistung weiterfahren. Bei Geschwindigkeitskontrollen am gleichen Tag auf der Talbrücke Bechlingen auf der A 45 hielt die Polizei 25 zu schnelle Lastwagen an und erhob insgesamt mehr als 2500 Euro als Sicherheitsleistung für die festgestellten Verstöße. Vier Brummifahrer müssen wegen der festgestellten Verstöße gegen die Sozialvorschriften die Folgen der entsprechenden Anzeigen tragen.

Gießen: Am Dienstag, 01. Oktober waren erneut zivile und uniformierte Beamte der Polizei Mittelhessen -im Rahmen des Programms „Sicheres Gießen“ unterwegs. Die zivilen Fahnder der Kripo nahmen am Kirchenplatz einen 65 Jahre alten Mann vorübergehend fest. Der Deutsche steht unter dem Verdacht mehrfach Betäubungsmittel an Asylsuchende verkauft zu haben. Nach seinem Geschäft mit einem 19-jährigen Asylbewerber griffen die Ermittler zu und stellten das szenetypisch verpackte Betäubungsmittel sicher. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellten sie weitere, bereits zu Verkaufseinheiten verpackte Betäubungsmittel und offensichtlich aus Drogengeschäften stammendes Bargeld sicher. Ausreichende Haftgründe lagen gegen den Mann nicht vor, sodass er nach allen notwendigen Maßnahmen entlassen wurde.

Gießen: Ein 64 Jahre alter Mann aus Butzbach muss sich demnächst für sein ungebührliches Verhalten in der Gießener Innenstadt am Dienstag, 08. Oktober, um 08 Uhr, strafrechtlich verantworten. Die Polizei legte Anzeigen wegen Beleidigung und exhibitionistischer Handlungen vor. Der Mann hatte vor die Schaufensterscheibe einer Bäckerei uriniert und nach entsprechender Ansprache auf Unterlassen das Geschäft betreten, die Hose heruntergelassen und alle Anwesenden beleidigt. Die Polizei nahm den Mann wenig später am Berliner Platz vorübergehend fest, traf die notwendigen Maßnahmen und entließ ihn wieder.


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Bildquelle:

  • Blaulicht: Blaulicht Gießen / Privat






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