Vorsicht an Bahnübergängen!

Veröffentlicht am 11.Sep.2020 um 15:49 Uhr | Zuletzt geändert am: 11.Sep.2020 um 16:01 Uhr

BÜ Buseck - Bild: Bundespolizei



Unter diesem Motto hat die Bundespolizeiinspektion Kassel am Mittwoch (09.09.), an zwei Bahnübergängen in Hessen, Auto- und LKW-Fahrer informiert.

Ein Schwerpunkt befand sich zwischen Bad Hersfeld und Fulda, unweit der Ortschaft Wehrda. Hier mündet die L3471 auf die viel befahrene B27. Direkt im Kreuzungsbereich befindet sich ein Bahnübergang, der Bahnstrecke Fulda-Kassel. Die Schranke schließt fast im Minutentakt. Aufgrund der kurzen Einmündung, zur B27, kommt es häufig zu einem Rückstau. Fahrzeugführer müssen dann besonders darauf achten, dass sie nicht auf den Gleisen zum Stehen kommen.

Auch im Mittelhessischen Großen-Buseck waren Beamte im Einsatz. Als besonders gefährlich erweist sich hier der Bahnübergang über die Edekastrasse. Dieser liegt mitten in einem Gewerbegebiet, in dem ein reger LKW-Verkehr herrscht. Die langen und schwer beladenen Sattelzüge müssen hier einen Berg hoch und gleichzeitig über den welligen Bahnübergang zur Bundesstraße fahren. Auch hier droht bei einem Rückstau die Gefahr, dass Fahrzeuge auf dem Bahnübergang zum Stehen kommen.

Die Bundespolizisten haben während ihrer Anwesenheit mit vielen Fahrzeugführern gesprochen und Infobroschüren verteilt. Verkehrsteilnehmer unterschätzen die Gefahren an Bahnübergängen. Züge fahren meist mit weit über 100 Stundenkilometern. Ein Zug benötigt bis zu 1000 Meter Bremsweg und kann mehrere tausend Tonnen schwer sein. Auch das Fehlverhalten an Bahnübergängen kann mit einer Geldbuße, Punkten oder sogar einem Fahrverbot geahndet werden.

Aus diesen Gründen ist es der Bundespolizei besonders wichtig, immer wieder, auf die Gefahren an Bahnübergängen hinzuweisen und Tipps zum richtigen Verhalten zu geben.

Rotlicht heißt „Stopp!“

  • kein Umfahren von Halbschranken, auch nicht, wenn noch kein Zug zu sehen ist
  • bremsbereit und mit mäßiger Geschwindigkeit dem Bahnübergang nähern
  • niemals überholen
  • die Bahnstrecke nach beiden Seiten überblicken
  • auf akustische Signale der Bahn achten, gegebenenfalls Radio leise stellen
  • anhalten, wenn sich ein Zug nähert
  • sicherstellen, dass man nicht auf dem Übergang zum Halten kommt, d.h. der Verkehrsraum hinter dem Bahnübergang muss frei sein und er muss ausreichen Platz bieten.

„Wir werden nicht aufhören die Verkehrsteilnehmer aufzuklären, zu warnen und zu informieren. Denn jeder Verkehrsteilnehmer den wir erreichen und der sein Verhalten am Bahnübergang verbessert, erhöht die Sicherheit und vermeidet schwere Unfälle“

sagt Rainer Paul, stellvertretender Dienststellenleiter der Bundespolizeiinspektion Kassel.






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