Zoll nimmt Eisenflechter in Reiskirchen fest

Veröffentlicht am 15.Sep.2020 um 16:42 Uhr | Zuletzt geändert am: 15.Sep.2020 um 16:42 Uhr

Symbolbild Zoll - Bild: Zoll



Gießen: Bei der Kontrolle einer Baustelle in Reiskirchen haben Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Gießen drei Bauarbeiter festgenommen.

Bei der verdachtsunabhängigen Kontrolle gingen den Schwarzarbeitsfahndern auf der Bau-stelle eines Wohnhauses drei Männer aus Moldawien ins Netz, die auf dem Bau mit Eisenflechtarbeiten beschäftigt waren.

Sie arbeiteten nach ersten Erkenntnissen schwarz für eine Baufirma aus Wiesbaden und wollten sich aus gutem Grund zunächst nicht ausweisen. Schließlich gaben sie aber dann zu, Moldawier zu sein. Die durch den Arbeitgeber herbeigebrachten Reisepässe bestätigten dies letztendlich auch. Der Arbeitgeber indes gab an, dass sich die Männer bei ihm mit rumänischen Identitäts-Karten ausgewiesen hätten, von denen er nur Kopien vorlegen konnte. Doch selbst auf den Kopien erkannten die Zöllner, dass es sich bei den Originalen um Fälschungen handeln musste.

Die Arbeiter im Alter von 28, 30 und 32 Jahren besaßen keinen erforderlichen Aufenthaltstitel und keine Arbeitsgenehmigung und waren auch nicht angemeldet. Als Moldawier dürfen sie sich in Deutschland lediglich als Touristen aufhalten, aber nicht arbeiten. Sie wurden wegen Verdachts des illegalen Aufenthalts vorläufig festgenommen. Die Ausländerbehörde des Landkreises Gießen verfügte ihre Ausweisung und behielt ihre Pässe ein.

Die Staatsanwaltschaft Gießen ordnete pro Kopf eine Sicherheitsleistung von jeweils 200 Euro sowie eine erkennungsdienstliche Behandlung an. Die Männer wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie müssen Deutschland verlassen. Dem Arbeitgeber droht ein Strafverfahren wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und illegaler Beschäftigung von Ausländern.






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