Inzidenz des Landkreis Gießen in zweiter von fünf Eskalationsstufen

Veröffentlicht am 09.Okt.2020 um 18:59 Uhr | Zuletzt geändert am: 09.Okt.2020 um 19:02 Uhr



Der Landkreis Gießen liegt seit Mittwochabend (7. Oktober) im gelben Bereich gemessen an dem Eindämmungskonzept des Landes Hessen. Dies ist der Fall, wenn innerhalb von sieben Tagen mehr als 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erreicht werden. Die Inzidenz des Landkreises Gießen beträgt aktuell 22,2 (76 aktive Fälle).

Der Landkreis Gießen besteht aus fünf Teilräumen. Der Teilraum Ost (Grünberg, Hungen, Laubach und Lich) hat eine Inzidenz von 20,2 (14 aktive Fälle). Der Teilraum Nord (Allendorf Lumda, Buseck, Lollar, Rabenau, Reiskirchen und Staufenberg) hat eine Inzidenz von 21,6 (14 aktive Fälle). Der Teilraum Süd (Fernwald, Langgöns, Linden und Pohlheim) hat eine Inzidenz von 22,1 (12 aktive Fälle). Der Teilraum Gießen (Stadt Gießen) hat eine Inzidenz von 22,3 (28 aktive Fälle). Der Teilraum West (Biebertal, Heuchelheim und Wettenberg) hat eine Inzidenz von 26,3 (8 aktive Fälle) (siehe Grafik). Der orange Bereich beziehungsweise die dritte Eskalationsstufe gemäß dem Eindämmungskonzept beginnt bei einer Inzidenz von über 35 und würde verpflichtende Einschränkungen mit sich bringen.

„Die zweite von fünf Eskalationsstufen im Landkreis Gießen löst noch keine beeinträchtigenden und einschränkenden Maßnahmen für das öffentliche Leben aus, es ist aber eine Warnung kurz davor zu stehen“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Die Ursachen für diesen Anstieg sind im Moment sehr unterschiedlich und reichen von Ausbruchsgeschehen in Fitnessstudios bis zu Familienfeiern. Aber auch Einzelfälle häufen sich, die nicht auf ein Ausbruchsgeschehen zurückverfolgt werden können. Als Konsequenz werden wir die Ordnungsämter auffordern, verstärkt Kontrollen durchzuführen und bei Meldungen auch mit dem Gesundheitsamt vor Ort das Geschehen zu verfolgen. Des Weiteren geben wir die Empfehlung, das Feiern im öffentlichen Raum auf 50 Personen und im privaten Raum auf 25 Personen zu begrenzen.“ Die Landrätin orientiert sich mit dieser Bitte für Teilnehmerzahlen an den Empfehlungen, die im Rahmen einer Pressekonferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten erläutert wurden.

Weitere Maßnahmen betreffen auch die Arbeit des Verwaltungsstabes des Landkreises Gießen, der heute (8. Oktober) seine 100. Sitzung seit Beginn der Corona-Pandemie abgehalten hat. Zum Beispiel werden seit dieser Woche regelmäßig Vertreter der hessischen Polizei zu den Tagungen des Stabes eingeladen. Das Gesundheitsamt arbeitet ebenfalls auf Hochtouren, da im Schnitt jeder Coronafall zehn Kontaktpersonen zur Nachverfolgung mit sich bringt. Das bedeutet zurzeit die Betreuung von knapp 800 Fällen. Landrätin Anita Schneider sagt: „Zum jetzigen Zeitpunkt möchten wir erneut an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger appellieren. Beherzigen Sie die AHA-Regeln. Mit Abstand, Hygiene und Alltagsmasken können wir die Ansteckungsrisiken minimieren.“

Quelle: Landkreis Gießen






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