Feuer in Fernwald: 28 Personen evakuiert – Bereits der dritte Einsatz

Veröffentlicht am 01.Jan.2021 um 12:59 Uhr | Zuletzt geändert am: 01.Jan.2021 um 12:59 Uhr

Symbolfoto; © benekamp/Fotolia.com



Einen nicht so guten Start ins neue Jahr erlebten die Bewohner eines Mehrparteienhauses in Annerod. Wieder waren brennende Müllbehälter gemeldet worden.
Vor Ort jedoch stellte sich die Situation diesmal verschärft und völlig anders dar. Nicht nur die im freien stehenden Müllbehälter brannten. Selbst im Kellerbereich und im Treppenraumbereich brannte es. So wurde eine sofortige Alarm-Stichworterhöhung  von Müllbehälterbrand auf Feuer 2 Menschen in Gefahr ausgelöst.

Den Bewohnern war ein zügiger Fluchtweg aus dem Objekt abgeschnitten da sich die Hauptzugangstür, aus welchem Grund auch immer, nicht öffnen lies. In der Not wurden die Scheibensegmente der Tür, von Bewohnern, herausgetreten.
Mehrere Trupps unter Atemschutz drangen in das Objekt ein, führten insgesamt 28 Personen ins Freie. Dort wurden sie dann vom Rettungsdienst erfasst und betreut. Die Sammel- und Unterbringungsstelle war im nahegelegenen Bürgerhaus. Letztlich musste eine Person zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus transportiert werden.

Parallel wurden die Müllbehälter von der nachalarmierten Feuerwehr Steinbach abgelöscht und weiter kontrolliert, der Keller- und Treppenraumbereich wurde von zusammengestellten Atemschutztrupps kontrolliert und Glutnester abgelöscht. In Bereitstellung am Objekt stand die Landkreisdrehleiter aus Buseck, musste jedoch nicht eingesetzt werden.
Nach ca.2,5h war der Einsatz beendet, die Bewohner konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Bleibt nun ein ungutes Gefühl, weshalb es nun schon zum dritten Mal am und im Objekt gebrannt hatte.

Dies ist nun der dritte Einsatz innerhalb weniger Tage. Am 29.12.20 gegen 21.15 Uhr gerieten zwei große Tonnen in Brand. Davon konnte eine Tonne abgelöscht werden, die andere brannte komplett nieder. Etwa vier Stunden später, gegen 01.20 Uhr meldeten Zeugen erneut einen Mülltonnenbrand in unmittelbarer Nähe. In diesem Zusammenhang hatte der Zeuge offenbar den Knall eines Feuerwerkskörpers zuvor gehört.

Während der Löscharbeiten warf ein 65-jähriger Mann aus einem Haus einen festen Gegenstand auf die Einsatzkräfte – verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu den Bränden aufgenommen. Gegen den 65-Jährigen hat die Polizei ein Strafverfahren wegen des Angriffs auf die Einsatzkräfte eingeleitet.

Die Polizei sucht nach Zeugen. Wer hat dort verdächtige Beobachtungen gemacht?

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Gießen unter 0641/7006-2555.

Bildquelle:

  • Feuerwehreinsatz in der Großstadt: Symbolfoto; © benekamp/Fotolia.com






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