LKW erheblich überladen – Sattelzug mit Holz beladen rutscht in Acker

Veröffentlicht am 26.Jan.2021 um 16:45 Uhr | Zuletzt geändert am: 26.Jan.2021 um 16:33 Uhr

Bild: © Blaulicht Gießen



Stauffenberg: Der regionale Verkehrsdienst musste am Mittwoch 21. Januar zu einem kuriosen Vorfall und half bei der Bergung eines LKW. Letztendlich staunten die Beamte über die Ladung des LKW nicht schlecht.


Bild: Polizei Mittelhessen

Ein rumänischer Sattelzug mit einem mit Holz beladenen Container stand am Rande eines geteerten Feldweges bei Mainzlar. Beim Abbiegen aus dem Wald rutschte der LKW auf dem Weg mit der rechten Seite in einen angrenzenden Acker und sank dort bis zu den Achsen in die nasse Erde ein. Mit der linken Fahrzeugseite stand der Sattelzug noch auf dem befestigten Weg. Dadurch befand sich der Sattelzug in einer extremen Schräglage. Bei weiterem Einsinken bestand die Gefahr, dass das Fahzeug umkippte. Bergeversuche in Eigenregie waren offenbar fehlgeschlagen, so dass ein Abschleppunternehmen verständigt wurde. Insbesondere die Schräglage des Sattelzuges forderte den Einsatz von mehreren Abschlepp- bzw. eines Bergefahrzeuges. Die Bergung zog sich über fünf Stunden und konnte erst in den Abendstunden beendet werden. Eine Weiterfahrt war aufgrund eines beschädigten Rades an der Antriebsachse sowie eines herausgerissenen Profilstreifens nicht mehr möglich.

Der Fahrer verfügte nur noch über wenig Bargeld. Forstarbeiter spendeten dem Fahrer Geld, um eine Nacht im Hotel zu finanzieren.

Einen Tag später begutachtete der regionale Verkehrsdienst das Fahrzeuggespann. Die Überraschung war groß. Entgegen den Angaben des Verladers, der Container sei nur zu 2/3 beladen, war dieser bis oben hin voll mit nassen Fichtenstämmen. Offenbar war der Sattelzug erheblich überladen. Nachdem der Reifen gewechselt wurde, kam das Fahrzeuggespann auf die Waage: Es wog 49700kg! Das Gewicht der Ladung nach Abzug der Leergewichte der Zugmaschine und des Aufliegers lag bei 35450 kg. Somit war der Sattelzug um ca. 25% überladen.

Erst nachdem der verantwortliche Verlader die Teilentladung des Containers durchführte, konnte das Fahrzeug seinen Weg fortsetzen. Ziel des Transportes war der Hafen in Antwerpen/Belgien.

Gegen das beteiligte Transportunternehmen wurde ein Verfallsverfahren eingeleitet (Höhe des möglichen Bußgeldes 2038.- Euro). Auch gegen den Verlader des Holzes wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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