Wohnungsbrand in Mehrfamilienhaus – beherzter Polizeieinsatz verhindert Schlimmeres

Veröffentlicht am 06.Feb.2021 um 20:35 Uhr | Zuletzt geändert am: 06.Feb.2021 um 20:48 Uhr

Symbolfoto; © mitifoto/Fotolia.com



Solms-Oberbiel: Heute in den frühen Morgenstunden (06.02.2021) brannte ein Mehrfamilienhaus in der Grundstraße. Der beherzte und selbstlose Einsatz Wetzlarer Polizistinnen und Polizisten verhinderte Schlimmeres.

Um 03.53 Uhr alarmierte ein Zeuge Feuerwehr und Polizei. Eine zufällig in der Nähe befindliche Streife der Wetzlarer Polizei erreichte noch vor der Feuerwehr die Grundstraße. Ein Balkon im dritten Stock sowie das Dachgeschoss standen bereits in Flammen. Von dem Balkon aus tropfte brennender Kunststoff auf die darunterliegenden Balkone. Die Kollegin und der Kollege zögerten keine Sekunde, bedeckten sich so gut es ging Mund und Nase und betraten das stark verqualmte Treppenhaus. Dort kam Ihnen die völlig verrußte Bewohnerin der Brandwohnung entgegen, die sie aufforderten sich in Sicherheit zu bringen.

Sofort sprinteten beide in die oberen Stockwerke. Starker Qualm hinderte sie zunächst daran zum dritten Obergeschoss vorzudringen. Sie machten im zweiten Stock die Bewohner auf das Feuer aufmerksam und schafften es letztlich doch bis in den dritten Stock. Hier traten sie die Eingangstür der gegenüber dem Brandort liegende Wohnung ein und brachten das dort lebende Pärchen in Sicherheit. Da nicht sicher war, ob sich in der Brandwohnung noch Personen aufhielten, traten sie auch diese Tür ein und vergewisserten sich, dass sich dort tatsächlich niemand mehr aufhielt. Aufgrund des Brandes war es ihnen nicht möglich ins darüber liegende Dachgeschoss vorzudringen.

Währenddessen erreichten eine weitere Kollegin und zwei Kollegen die Grundstraße. Auch sie betraten sofort das Treppenhaus und klopften und klingelten die Bewohner im ersten sowie im Erdgeschoss aus den Wohnungen. Darunter ein 92 und 87 Jahre altes Ehepaar, das von dem Brand noch nichts mitbekommen hatte.

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr hatten alle Personen das Haus verlassen.

Eine Rettungswagenbesatzung transportierte die Bewohnerin der Brandwohnung mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Gießener Krankenhaus. Die zwei Kolleginnen sowie ihre drei Kollegen mussten ebenfalls in umliegenden Krankenhäusern wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung untersucht werden. Alle fünf konnten nach ambulanter Behandlung diese wieder verlassen.

Die restlichen Bewohner kamen mit dem Schrecken davon. Rettungswagenbesatzungen und zwei Ärzte übernahmen die Untersuchungen vor Ort. Die Betroffenen kamen bei Verwandten und Freunden unter.

Aus Sicherheitsgründen musste ein Nachbarhaus evakuiert werden. Die Bewohner kehrten im Anschluss an die Löscharbeiten wieder in ihre Wohnungen zurück.

Angaben zur Brandursache können momentan noch nicht gemacht werden.

Bildquelle:

  • Polizei Blaulicht und Feuerwehr: Symbolfoto; © mitifoto/Fotolia.com






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