Polizei und Stadt Gießen mit Resümee nach sechs Monaten Videoüberwachung

Veröffentlicht am 09.Mar.2021 um 17:27 Uhr | Zuletzt geändert am: 09.Mar.2021 um 17:27 Uhr

Über­wa­chungs­ka­me­ra am Markt­platz - Bild: giessen.de



Gießen: Gemeinsam mit der Polizei wurde vor einem halben Jahr der erste Teil des Videoüberwachungskonzepts, die Anlage am Markplatz mit drei Kameras, offiziell in Betrieb genommen. Als wesentlichen Beitrag zu einem verbesserten Sicherheitsgefühl in der Innenstadt hat Bürgermeister Peter Neidel anlässlich einer ersten Bilanz die Videoüberwachung bezeichnet.

„Die Bilder laufen bei der städtischen Ordnungspolizei und der Polizeistation Gießen Nord auf. Dort ist auch eine Auswertung möglich. Von der Polizeistation wurden die sogenannten „Wächterbereiche“ festgelegt“, erläutert Mark Weiershausen, Leiter der Polizeistation Gießen Nord. „Das sind Bereiche, die die Kameras automatisiert in einem regelmäßigen Turnus immer wieder selbstständig anfahren und filmen. Diese wurden über das Ordnungsamt der Stadt Gießen von der Firma Siemens unter Berücksichtigung des Datenschutzes entsprechend technisch umgesetzt“, ergänzt Weiershausen.

Die Erfolge der Kameras in Sachen Strafverfolgung sind derzeit wegen der Coronalage zwar nicht repräsentativ, aber trotzdem erfreulich. Erste Ergebnisse bei der Aufklärung von Straftaten konnten hierbei erzielt werden. Die Videoüberwachung hat sich inzwischen als hervorragende Ergänzung und Hilfsmittel für das Konzepts „Sicheres Gießen“ erwiesen.

Für die beiden anderen Standorte, Hauptbahnhof und sogenanntes „Dönerdreieck“ Asterweg/Walltorstraße laufen die Herstellungsarbeiten seitens der Stadt Gießen, sind aber natürlich im Hinblick auf die notwendigen Tiefbauarbeiten wetterabhängig. Die Hard- und Software sowie die entsprechende Beschilderung steht zur Verfügung bzw. wurde bereits installiert. Mit der Fertigstellung der Maßnahme ist noch im März 2021 zu rechnen. „Damit sind dann in Kürze alle drei Standorte errichtet und in Betrieb“, freut sich Ordnungsdezernent Neidel.

Darüber hinaus besteht in Zusammenarbeit mit der Polizei auch die weitere Möglichkeit zu einer temporären Videoüberwachung mittels mobiler Videoüberwachungsanlagen. So wurde 2020 anlässlich des Faschingstreibens in der Gießener Innenstadt im Bereich der Ludwigstraße an Faschingssonntag eine temporäre mobile (stationäre) Videoüberwachungsanlage eingerichtet. Ziel war es, die nach dem Faschingsumzug stattfindenden Feierlichkeiten in der Gießener „Kneipenmeile“ mittels Videoüberwachung präventiv zu begleiten. Der Einsatz der Videoüberwachungsanlage stieß innerhalb der Bevölkerung auf positive Resonanz und wurde medial offensiv im Vorfeld begleitet. Innerhalb des Überwachungsbereichs wurden keine Straftaten registriert.

Zum Einsatz der Videoschutzanlagen haben das Polizeipräsidium Mittelhessen und die Stadt Gießen ein positives Fazit gezogen.

Auch bei aktuellen Lagen sind die Anlagen zentrale Hilfsmittel, um Lageentwicklungen, Strömungen bzw. Personen zu erkennen und gezielt polizeiliche oder ordnungspolizeiliche Maßnahmen zu treffen. Nach Straftaten und polizeilich relevanten Ereignissen sind Beweissicherungs-​ und Identifizierungsmaßnahmen durch die Auswertung des Videomaterials durch die Polizei für die erfolgreiche Aufklärung ein zusätzlicher Erfolgsgarant.

„Grundsätzlich ist die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Maßnahme der Videoüberwachung vorhanden und geht nach Aussagen von Bürgerinnen und Bürger mit einer erzielten Steigerung des Sicherheitsempfindens einher“, so Bürgermeister Neidel, der erwähnt, dass auch die anderen Bereiche der Stadt und die Stadtteile im Hinblick auf die Sicherheit nicht zurückstehen. „Wir können und wollen nicht überall eine automatisierte Videoüberwachung errichten“, stellt Neidel klar. „Daher haben wir mit der Idee der „Mobilen Wache“ der Ordnungspolizei eine weitere, flexible Komponente eingerichtet, die dem Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger dient“, so Bürgermeister Neidel abschließend.

quelle: giessen.de






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