Das eigene Verhalten im Internet sollte gut überlegt sein… Bericht aus dem Nachbarkreis

Veröffentlicht am 06.Nov.2017 um 15:19 Uhr | Zuletzt geändert am: 06.Nov.2017 um 15:19 Uhr

Symbolbild; Quelle: Bundespolizei



Ein fast einstündiger Einsatz der Polizei und Bundespolizei war mehr als unnötig und es wäre ganz sich besser (und billiger) gewesen, das eigene Verhalten bei der Nutzung des Internets vorher zu überlegen und über die Folgen nachzudenken! Das hätte nicht nur den Einsatz, sondern einer 20-jährigen Frau aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf ganz sicher Kosten und eine Anzeige erspart. So aber führte ihr unüberlegtes und sinnfreies Handeln dazu, dass gleich mehrere Streifen mehrerer Polizeidienststellen im Einsatz waren, zwei Streifen der Bundespolizei sogar mit Sondersignalen an den vermeintlichen Einsatzort fuhren, der Zugverkehr zeitweilig angehalten und eine Bahnstrecke in beide Richtungen gesperrt war.

Daran, dass sich jemand ein Synonym ausdenkt, um Kontakte in Internetportalen zu suchen und zu pflegen, ist zunächst mal grundsätzlich noch nichts auszusetzen. Das Folgende jedoch entbehrt jeder Sinnhaftigkeit und ist nicht zu tolerieren.

Am Sonntagmorgen las die im Osten lebende neue Bekanntschaft die Nachricht, dass ihr Chatpartner auf den Gleisen in Marburg sitze und in suizidaler Absicht auf den 11.18 Uhr Zug warte. Auf die Ankündigung die Polizei zu informieren, hätte die 20-Jährige jetzt noch mit einer Klarstellung reagieren können. Stattdessen blockierte sie sämtliche Portale und erreichte statt einer Beruhigung und Aufklärung ganz genau das Gegenteil. Der Chatpartner machte sich noch mehr Sorgen und Gedanken. Dessen Anruf bei der Polizei setzte die gesamte Maschinerie in Gang.

Die Bundespolizei stoppte sofort den Zugverkehr zwischen Gießen und Marburg und schickte zwei Streifen mit Sondersignalen los. Die Polizei Marburg unterstützte und suchte sofort die betreffenden Schienenstrecken ab. Zeitgleich liefen Ermittlungen, die trotz des Synonyms zu der 20-jährigen Frau führten.

Die Frau übernahm dann zumindest die Verantwortung für ihr eigenen Angaben zufolge „wohl unüberlegtes“ Tun. Sie habe wahllos geschrieben – mal eben einfach so – eine Suizidabsicht bestand nie. Dafür flatternden der jungen Frau demnächst die Rechnungen und Anzeigen und eventuell auch Schadensersatzforderungen ins Haus.

Bildquelle:

  • Bundespolizei: Bundespolizei (newsaktuell)

Zuletzt geändert am: 06.Nov.2017 um 15:19 Uhr






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