Falscher Handwerker unterwegs

Veröffentlicht am 17.Nov.2017 um 13:50 Uhr | Zuletzt geändert am: 17.Nov.2017 um 13:45 Uhr

Symbolfoto; © Pixabay.de



Mehrere Tausend Euro hat ein Unbekannter am Donnerstag, zwischen 18.00 und 18.45 Uhr, im Alter Wetzlarer Weg mit einem Trickdiebstahl erbeutet. Der Dieb hatte sich als Handwerker ausgegeben und eine 90 – Jährige getäuscht sowie bestohlen. Zunächst hatte der Unbekannte bei der Frau geklingelt und mitgeteilt, dass er wegen eines Wasserrohrbruchs auf Ursachenforschung sei und auch in der Wohnung der Gießenerin nachschauen müsse. Als er in der Wohnung war, verwickelte er die Frau in ein Gespräch und fragte sie dabei, wo wie ihre Wertsachen aufbewahrt. Gutgläubig zeigte die Seniorin ihre Wertsachen. Der Kriminelle nahm dann die Sachen und deponierte sie unter dem Bett im Schlafzimmer. Der Unbekannte gaukelte der Frau vor, dass die Sachen dort vor einem Wasserschaden geschützt seien. In einem unbeobachteten Moment griff der Täter dann offenbar zu und erbeutete aus dem Behältnis mehrere Tausend Euro und mehrere Bankkarten. Erst als es zu spät war, bemerkte sie den Diebstahl der Sachen. Der Täter soll etwa 40 Jahre alt und nur 155 Zentimeter groß sein. Er soll einen Vollbart und dunkle lockige Haare haben.

Die Gießener Kripo warnt vor solchen falschen Handwerkern und gibt folgende Tipps:

Für Trickdiebinnen und Trickdiebe, die in Wohnungen aktiv werden, gibt es nur ein einziges ernsthaftes Hindernis, das sie überwinden müssen, um zum Erfolg zu kommen: die gesperrte oder geschlossene Wohnungstür. Daher sollten Sie zum Schutz vor Trickdieben folgende Ratschläge beherzigen.

  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung!

  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch.

  • Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort – legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an.

  • Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

  • Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser): Woher sollte der Nachbar die Besucher wirklich kennen? Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine (abgelegene) Privatwohnung?

  • Machen Sie bei hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen, und halten Sie dabei die Tür gesperrt.

  • Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine Sehhilfe.

  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu.

  • Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.

  • Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder Auftrag entgegen.

  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.

  • Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen, und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Gießen unter der Rufnummer 0641 – 7006 2555.

Bildquelle:

  • Schlüssel: Pixabay






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