„Tag gegen den Schlaganfall“

Veröffentlicht am 10.Mai.2018 um 19:15 Uhr | Zuletzt geändert am: 10.Mai.2018 um 19:14 Uhr

Bild: Blaulicht Gießen / Pixabay



Heute am 10. Mai ist der Tag gegen den Schlaganfall.

In Deutschland erleiden jährlich rund 270.000 Personen einen Schlaganfall, wobei zu 80 Prozent Menschen ab einem Alter von 60 Jahren betroffen sind. Im Jahr nach dem Erleiden eines Schlaganfalls versterben bis zu 40 Prozent der Betroffenen und etwa 64 Prozent der Überlebenden bleiben pflegebedürftig. Generell gilt der Schlaganfall als die häufigste Ursache für im Erwachsenenalter erworbene Behinderungen.

Ruthe.de – Lächeln Sprechen Arme Hoch

Die Anzeichen eines Schlaganfall:

Bei einem Schlaganfall verstopft oder platzt ein Blutgefäß im Gehirn oder ein Gefäß im Halsbereich, das für die Hirnversorgung zuständig ist. Somit werden die Gehirnzellen nicht mehr ausreichend versorgt und können absterben. Durch schnelles Handeln können die Folgen eines Schlaganfalls somit begrenzt werden. Bei jedem Verdacht auf Schlaganfall muss umgehend der Notruf (112) verständigt werden. Charakteristische Anzeichen für einen Schlaganfall sind Seh- und Sprachstörungen, Lähmung und Taubheitsgefühl, Schwindel mit Gangunsicherheit und ein sehr starker Kopfschmerz. Der Betroffene sollte weder trinken noch Medikamente zu sich nehmen. Bei Bewusstlosigkeit ist er in die stabile Seitenlage zu bringen. Gegebenenfalls muss umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden.

FAST-Test hilft

Der sogenannte FAST-Test hilft bei der Feststellung eines Schlaganfalls. Die betroffene Person soll lächeln (Face). Ist das Gesicht halbseitig verzogen, ist von einer Lähmung auszugehen. Danach soll sie die Arme nach vorne ausstrecken und die Handflächen nach oben drehen (Arms). Auch dies ist bei einer Lähmung nicht möglich. Anschließend soll die Person einen einfachen Satz nachsprechen (Speech). Ist dies nicht möglich, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor. Sind diese Anzeichen gegeben, zählt jede Sekunde (Time). Der Notruf muss schnellstmöglich mit Hinweis auf den Schlaganfall-verdacht verständigt werden.

Ab dem 50. Lebensjahr erhöht sich das Risiko

Experten zufolge laßen sich rund 70 Prozent aller Schlaganfälle verhindern. Der wichtigste und behandelbare Risikofaktor für das Erleiden eines Schlaganfalls ist der Bluthochdruck. Weitere Risikofaktoren sind das Rauchen, die Zuckerkrankheit und erhöhte Blutfette. Auch ein starkes Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum und ein konstanter Bewegungsmangel wirken sich negativ aus und erhöhen das Risiko auf einen Schlaganfall. Das Alter gilt als nicht beeinflussbarerer Risikofaktor, denn als Faustregel gilt, dass sich das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden ab dem 50. Lebensjahr mit jedem Jahrzehnt verdoppelt.

Bildquelle:

  • Schlaganfall: Blaulicht Gießen / Privat / Pixabay

Zuletzt geändert am: 10.Mai.2018 um 19:14 Uhr






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